Karriere-Guide

Ausbildung zum Luftsicherheitsassistenten

Der Luftsicherheitsassistent (LSA) ist eine tragende Säule der zivilen Luftsicherheit in Deutschland. Dieser Guide erklärt Voraussetzungen, die Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP), die relevanten Schulungsmodule nach LuftSiG §9 und den Weg in den Beruf.

In vier Schritten zum LSA

1. Voraussetzungen prüfen

Mindestalter 18 Jahre, mindestens Hauptschulabschluss, einwandfreies Führungszeugnis, gute Deutschkenntnisse (mind. B2) und in der Regel Englischgrundkenntnisse.

2. Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP)

Vor Ausbildungsstart läuft die ZÜP nach §7 LuftSiG durch die zuständige Luftsicherheitsbehörde – Prüfung von Vorstrafen, Aufenthalten und ggf. Verfassungsschutz-Abfrage. Ohne positive ZÜP kein Zugang zum Sicherheitsbereich.

3. Zertifizierte Schulung nach LuftSiG §9

Die eigentliche Ausbildung besteht aus theoretischen und praktischen Modulen nach Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998. Welches Modul erforderlich ist, richtet sich nach der späteren Tätigkeit – z. B. Personen- und Gepäckkontrolle (11.2.3.1), Fracht- und Postkontrolle (11.2.3.2) oder allgemeines Sicherheitsbewusstsein (11.2.7).

4. Prüfung und Einsatz

Nach bestandener behördlicher Prüfung erfolgt der Einsatz beim Flughafenbetreiber oder Sicherheitsdienstleister – meist zunächst befristet, mit Weiterbildungspflicht und regelmäßiger Rezertifizierung.

Die wichtigsten Schulungsmodule

Grundlage ist die Durchführungsverordnung (EU) 2015/1998 in Verbindung mit dem deutschen LuftSiG.

Modul 11.2.3.1
Personen- und Handgepäckkontrolle

Kontrolle von Personen, Handgepäck, mitgeführten Gegenständen und aufgegebenem Gepäck an Sicherheitskontrollstellen.

Modul 11.2.3.2
Kontrolle von Fracht und Post

Kontrolle von Luftfracht und Luftpost mit den für die jeweilige Aufgabe vorgesehenen Kontrollmethoden.

Modul 11.2.3.9
Unbegleiteter Zugang zu sicherer Luftfracht und Luftpost

Schulung für Personal mit unbegleitetem Zugang zu Luftfracht oder Luftpost, auf die bereits Sicherheitskontrollen angewandt wurden.

Modul 11.2.7
Allgemeines Sicherheitsbewusstsein

Basismodul für alle Beschäftigten mit Zugang zum Sicherheitsbereich – Bedrohungslage, Meldewege, Verantwortlichkeiten.

Modul 11.2.8
Cyber-Security Awareness

Schutz kritischer luftfahrtbezogener IT-Systeme – Pflichtinhalt für sicherheitsrelevante Positionen.

Was macht ein Luftsicherheitsassistent?

  • Kontrolle von Passagieren, Handgepäck und aufgegebenem Gepäck an Sicherheitskontrollstellen
  • Bedienung von Röntgen-, ETD- und Sicherheitsscannern
  • Zugangskontrolle zu Sicherheitsbereichen des Flughafens
  • Umsetzung von Notfall- und Meldeprozessen
  • Zusammenarbeit mit Bundespolizei, Zoll und Fluggesellschaften

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Ausbildung zum Luftsicherheitsassistenten?

Die zertifizierte Grundschulung nach LuftSiG §9 dauert je nach Modulkombination in der Regel drei bis vier Wochen Vollzeit. Hinzu kommen ZÜP-Bearbeitungszeit (mehrere Wochen) und praktische Einweisung am Einsatzort.

Was verdient ein Luftsicherheitsassistent?

Die Vergütung richtet sich nach dem Tarifvertrag für Luftsicherheitskräfte (BDLS/ver.di). Die Zahlen ändern sich regelmäßig – aktuelle Sätze bitte direkt beim Arbeitgeber oder unter bdls.aero prüfen.

Brauche ich Vorerfahrung im Sicherheitsgewerbe?

Nein. Der Beruf ist ein klassischer Quereinstieg. Wichtig sind Zuverlässigkeit, Belastbarkeit im Schichtdienst und die bestandene ZÜP.

Wo finden die Schulungen statt?

RampUp Academy führt die Schulungen in Frankfurt am Main durch. Die Module folgen den Vorgaben der EU-Verordnung 2015/1998 und werden vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannt.

Sie möchten die Schulung starten?

RampUp Academy führt zertifizierte LuftSiG-§9-Schulungen in Frankfurt am Main durch.

Kontakt aufnehmen

Hinweis: Rechtsgrundlagen und Verfahren können sich ändern. Verbindliche Auskünfte erteilen die zuständigen Luftsicherheitsbehörden.